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Körper | Zyklus | Sexualität

Das Wunder Frau

Die Frau

Frauen sind eine wunderbare Spezies.
Ihren individuellen und geschlechtstypischen Themen und Bedürfnissen schenken wir besondere Aufmerksamkeit.

01 | Körperbild

“Ein gutes Körperbild ist ein zentraler Schutzfaktor für ein gesundes Selbstwertgefühl”

 

Die Wissenschaft ist sich einig, dass Personen mit einem positiven Körperbild zufriedener mit ihrem Körper sind, sorgsamer mit ihm umgehen und in der Gesellschaft vorherrschende Schönheitsideale kritischer reflektieren können. Das Körperbild des Einzelnen entsteht nicht nur in Zusammenhang mit der persönlichen Entwicklung, sondern bildet sich immer aufgrund von Wechselwirkungen zwischen dem Individuum und der Gesellschaft.

Das Körperbild entsteht durch

  • Einflüsse aus, und Erfahrungen mit unserer Gesellschaft (z.B. vorherrschendes Schönheitsideal)
  • kognitive und emotionale Faktoren wie etwa dem Selbstwertgefühl
  • körperliche Charakteristika wie Gewicht oder physische Erscheinung
  • gesundes/ungesundes Essverhalten bzw. dem Umgang mit dem Körper.

Wieso ist es wichtig, ein positives Körperbild zu fördern?

Ein positives Körperbild spielt eine wesentliche Rolle für unsere psychische und physische Gesundheit und unsere Entwicklung – nicht nur in Bezug auf die emotionale Beziehung zum eigenen Körper, sondern auch hinsichtlich zahlreicher anderer Lebensbereiche.
Menschen mit einem positiven Körperbild verfügen über ein positiveres Selbstwertgefühl, mehr Selbstakzeptanz und eine gesündere Einstellung zu Lebensmitteln, Essen und Bewegung.

Empfehlungen für junge Frauen und Mädchen

Die folgenden Anregungen können jungen Frauen und Mädchen helfen, ihr Körperbild zu verbessern und ein positives Selbstbild zu entwickeln.

Zeitschriften, Fernsehen und Werbung zeigen permanent Bilder von Models, die gross und schlank sind. Diese Bilder können dazu führen, dass wir eine verzerrte Vorstellung von einem idealen Körper entwickeln, den es anzustreben gilt. Wann immer du solche Bilder bewunderst, denke daran, dass sie so verändert wurden, dass die Models schlankere Beine haben, grösser wirken und weder Sommersprossen noch Cellulitis oder sonstige Eigenheiten sichtbar sind.
Finde einen Stil, der zu dir und deinem Äusseren passt. Habe Spass daran, dich so zu kleiden, wie es zu dir passt. Die wechselnden Modetrends in Zeitschriften und auf Laufstegen passen nicht zu jedem und sind oft nur für eine bestimmte Figur oder Grösse gedacht.


Stell die Waage in den Schrank

Wenn du dich jeden Tag wiegst, achtest du mehr auf dein Gewicht als darauf, wie du dich fühlst und wie es dir geht. Stell die Waage für eine Weile in den Schrank und achte darauf, wie du dich fühlst und nicht darauf, wie viel du wiegst.

Ausgewogenes Essen mit Genuss und eine ausreichende Menge an Wasser sorgen dafür, dass du dich wohl fühlst – innerlich wie äusserlich. Es tut gut, zu erleben, wie sehr eine gesunde Ernährung unser geistiges und körperliches Wohlbefinden fördert.
Lerne, wie man sich gesund ernährt.

Nimm deine Gefühle wahr

Stress kann dich unnötig psychisch und körperlich belasten und zu ungesundem Ess- und Trinkverhalten verleiten. Probiere in stressfreien Zeiten Entspannungstechniken aus, die dir helfen, Ruhe zu finden und dein inneres Gleichgewicht zu fördern. Diese Techniken kannst du dann in Stresssituationen anwenden.

Finde eine Sportart die zu dir passt

Überleg’ dir eine körperliche Betätigung, die dir Spass macht, und baue sie in deinen Alltag ein. Bewegung hilft dir, dich besser zu fühlen und leichter Stress abzubauen. Sogar bei Depressionen kann sie helfen. Wenn dir Bewegung zu zweit oder in einer Gruppe mehr Spass macht, dann suche dir jemanden, mit dem du gemeinsam trainieren kannst.

02 | Zyklus

Der gesamte Zyklus einer Frau dauert etwa 28 Tage. An den ersten vier bis sieben Tagen eines solchen Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, weil im vergangenen Monat keine Schwangerschaft eingetreten ist. Anschließend baut der Körper eine neue Schleimhaut auf. Diese Vorgänge und auch die Steuerung der Regelmäßigkeit, erfolgt durch Hormone.

# Zyklus aus Sicht der TCM

Yin Phase (Zeitpunkt der Blutung und die Tage danach)

Der Eisprung ist eng mit dem Funktionskreis Leber verbunden. In dieser Phase wird vermehrt Östrogen produziert.
Gegen Ende der Follikelphase erreicht das Östrogen sein Maximum (jetzt ist das “Yin” besonders ausgeprägt). Kurz vor dem Eisprung fällt die Körpertemperatur wieder ab.

Yang Phase

Ab dem Eisprung wir Progesteron (Gelbkörperhormon) produziert. Die Gebärmutterschleimhaut wird aufgebaut, die Körpertemperatur steigt an.
Kommt es zu keiner Befruchtung wird die Schleimhaut als Regelblutung wieder abgestoßen.

PMS – Das Prämenstruelle Syndrom

unter diesem Begriff werden verschieden Beschwerden zusammengefasst, die in Zusammenhang mit der Blutung auftreten, egal zu welchem Zeitpunkt. Mehr als die Hälfte der Frauen in Deutschland leiden darunter.

Hormone wie Progesteron oder Prostaglandine beschränken sich allerdings nicht nur auf die Gebärmutter – auch in anderen Bereichen des Körpers gibt es Rezeptoren, an denen sie anbinden und dadurch wirken können. So erklärt sich auch die Entstehung des Prämenstruellen Syndroms (PMS): Durch den Transport über den Blutweg beschränkt sich der Effekt der Hormone nicht nur auf die Gebärmutter, auch andere Organe bekommen ihn zu spüren.

Typische Symptome des PMS vor und während der Periode sind daher:

  • angespannte Brüste
  • aufgeblähter Bauch
  • Akne
  • Heißhunger
  • Völlegefühl
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen
  • Müdigkeit
  • gedrückte Stimmung
  • Schlafstörung
  • Wassereinlagerungen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen

 

Wie stark eine Frau von welchen Symptomen genau geplagt wird, ist individuell und unter anderem durch die Veranlagung bestimmt. Bei manchen Frauen macht sich PMS überhaupt nicht bemerkbar.

 

Ernährung nach TCM bei PMS

Eine Woche vor der Menstruation solltest du möglichst nur warm und gekochte Nahrung und Getränke zu dir nehmen. Iss in dieser Zeit viel Gemüse, nimm öfter kleiner Portionen zu dir. Trinke viel Wasser.

  • 1 EL Leinöl am Tag ist entzündungshemmend und wirkt sich positiv aus.
  • Fenchel, Lauch, Avocado, Stangensellerie und Brokkoli tun gut
  • Iss Blattgemüse und Salate mit bitteren Noten wie Rucola, Chicoree, Löwenzahn, Spinat.
  • Gänseblümchen wirken sehr gut auf die Gebärmutter trinke sie als Tee oder integriere sie in dein Essen.
  • Würze mit frischen Kräutern wie Rosmarin, Oregano, Melisse, Petersilie, Koriander und Pfefferminze.
  • Orangen, Mandarinen, Kumquat , Pflaumen, rote Weintrauben und Pfirsich sind empfehlenswert
  • Iss Shitakepilze und Austernpilze, Walnüsse und Pinienkerne

 

vermeide:

  • Vor allem abends schwer verdauliche Speisen
  • Fast Food und Fertignahrung
  • Tabak und Alkohol
  • Weißen Zucker, scharf gewürzte Speisen
  • eiskalte Getränke

 

Unterstützung findest du zB. bei einer Apfelessigkur (Apfelessig löst Stagnationen auf und unterstützt die Leber)

  • Verdünne 1 EL Apfelessig mit Wasser und trink das morgens auf nüchternen Magen.

Vom Wechsel zur Menopause

Ein neuer Lebensabschnitt

Der Beginn der Menstruation ist ein einschneidendes Erlebnis. Es folgen viele Jahre die begleitet sind von Verhütung,  Kinderwunsch (erfüllt oder unerfüllt) und mehr oder weniger schmerzhaften regelmäßigen oder unregelmäßigen Blutungen und Hormonschwankungen. Mit etwa 40 Jahren beginnt die Funktion der Eierstöcke nachzulassen, sodass sie nach und nach weniger Sexualhormone (Progesteron, Östrogen) bilden.

Nach durchschnittlich 50 Lebensjahren nimmt die Östrogenproduktion zunehmend ab. Als Folge kommt es schließlich zur letzten Blutung und somit zum Eintritt in die Menopause. Jetzt verändert sich auch die Hormonproduktion im Gehirn. Da die Eierstöcke immer weniger Östrogene bilden, schüttet das Gehirn vermehrt Hormone aus welche die Eierstöcke zur Hormonproduktion anregen sollen. Vor allem das sogenannte follikelstimulierende Hormon (FSH) wird ausgeschüttet. Dadurch kann es während der Wechseljahre zu  Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen.

Die genaue Ursache der Hitzewallungen ist noch nicht vollständig geklärt. Eine Vermutung ist, dass der sinkende Östrogenspiegel zu Schwankungen im Wärmehaushalt des Körpers führt. Auch depressive Episoden, Gelenkschmerzen und Schlafstörungen werden in dieser Phase häufig erlebt. Die hormonellen Veränderungen scheinen ein wichtiger Faktor aber nicht alleiniger Auslöser zu sein.

Psychische Veränderungen im Wechsel

Mit dem Verlust von Östrogen verlieren Frauen eine natürliche Substanz, die zu ihrer psychischen Stabilität beigetragen hat. Östrogene beeinflussen im Gehirn nämlich die verschiedensten Botenstoffe, die für das seelische Befinden wichtig sind. Sie scheinen depressive Stimmung zu vermindern und Gedächtnisfunktionen positiv zu beeinflussen, sowie vor den Auswirkungen von Stress zu schützen.

Viele Frauen erleben in dieser Lebensphase einschneidende Veränderungen. Seien es Beziehungsprobleme, die Pflege von Angehörigen oder die Kinder, die aus dem Haus ausziehen. Das Leben vieler Frauen war jahrelang auf die Bedürfnisse der Anderen ausgerichtet.

“Ich habe das Bedürfnis etwas für mich zu tun.” “Ich weiß gar nicht mehr, was ICH eigentlich möchte.” 

Jede Veränderung ermöglicht einen Neubeginn 

Körperlichen Veränderungen, nicht nur hinzunehmen sondern zu feiern fällt vielen Frauen schwer. Gesellschaftlich besteht der Anspruch auf ewige Jugend.

„Frauen werden Männern niemals ebenbürtig sein, solange sie nicht mit Glatze und Bierbauch die Straße runterlaufen können und immer noch denken, sie seien schön,“ sagt Nina Hagen. 

Ja, davon sind wir noch weit entfernt. Auf Social Media gibt es mittlerweile Frauen, die vorleben wie gut sie sich in diesem Lebensabschnitt fühlen. Jeder Lebensabschnitt hat seine Qualität. Auf die eigenen Bedürfnisse und Herzenswünsche zu hören und diesen nachzugehen ist eine schöne Aufgabe.

Sexualität in der Menopause

Um gleich zu Beginn ein Vorurteil aus dem Weg zu räumen: Frauen sind bis ins hohe Alter sexuell aktiv und haben Lust.

Abnehmende Libido wird oft auf die hormonellen Umstellungsprozesse der Wechseljahre zurückgeführt. Allerdings gibt es keinen Beleg dafür, dass Lust oder die Fähigkeit einen Orgasmus zu erreichen durch die Hormonumstellung beeinträchtigt wird.

Scheidentrockenheit

Scheidentrockenheit kann im Rahmen der Wechseljahre auftreten. Frauen nehmen sich oft zurück und stellen ihre eigenen Bedürfnisse und ihre Lust zurück. Vor allem dann, wenn die*der Partner*in altersbedingte Schwierigkeiten wie Errektionsstörungen, Libidoverlust, aber auch andere gesundheitliche Beschwerden hat. Oft fehlen die Worte um diese Themen zu besprechen. Sprich über deine Gefühle, Bedürfnisse und Befürchtungen. Oftmals ist es sehr hilfreich sich professionelle Unterstützung bei einer Sexualmedizinerin/Therapeutin zu holen und aus dem Kreis der eingefahrenen Gewohnheiten auszubrechen.

Scheidenpflege

Verwende keine Intimwaschmittel oder Seife, sie trocknen aus und schädigen die Scheidenflora. Ein geeignetes Hausmittel zur Pflege des Intimbereichs ist Olivenöl. Die lokale Anwendung von Östrogen, etwa durch Zäpfchen oder Salben, hilft oft gegen Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Studie: Frauen und Sexualität im Alter 

Die Berliner Charité hat Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren zum Thema Sexualität befragt. Die Erhebung zeigte, dass das Spektrum der sexuellen Bedürfnisse bei älteren Frauen sehr breit ist. Vom täglichen Wunsch nach sexuellem Kontakt, bis hin zur völligen Ablehnung ist alles möglich. Zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr wünschen sich die befragten Frauen durchschnittlich mehrmals im Monat Sex. Allerdings ist laut der Studie der Wunsch nach sexuellen Kontakten größer als die tatsächlich gelebte Sexualität. Das bedeutet, dass sexuelle Bedürfnisse bei einigen Frauen unbefriedigt bleiben.

Schwindende Lust im Alter?

Für die abnehmende sexuelle Aktivität gibt es unterschiedliche Gründe. Viele Frauen leben ohne Partner*in und die Möglichkeit, eine*n neue*n Partner*in zu finden. Manche Frauen sehen das Älterwerden auch als Gelegenheit, sich von der Verpflichtung zu sexuellen Aktivitäten zu befreien.

Das Fundament zählt

Sowohl die sexuelle Lust als auch ein befriedigendes Sexualleben gehen mit der Qualität der Partnerschaft und mit der Qualität des Sexuallebens in früheren Jahren einher. Die Häufigkeit des sexuellen Verkehrs verliert mit zunehmendem Alter an Wichtigkeit, dagegen nimmt die Bedeutung der Zärtlichkeit in der Sexualität zu.

Gesteigerte Sexualität durch neue Freiheiten

Einige Frauen fühlen sich durch die Entlastungen der Menopause freier in ihrer Sexualität und haben ein besseres Sexualleben als zuvor. Keine monatlichen Regelblutungen, keine Verhütung. Es wirkt oftmals befreiend und belebt das Sexualleben ebenso wie der Auszug der Kinder aus dem Elternhaus. Diese Frauen haben mehr Zeit, genießen die Spontaneität in der Sexualität.

Die Freiheit Wünsche zu äussern

In der Studie fand sich eine kleinere Gruppe von “sexuell emanzipierten” Frauen zwischen 50 und 65, die über ein äußerst erfülltes und befriedigendes Sexualleben berichteten. Sie sind sexuell besonders aktiv, ergreifen zum Teil häufiger als ihr*e Partner*in die Initiative im Sexualleben und übernehmen anstelle des passiven Parts auch immer mehr eine aktive Rolle.

03 | Verdauung

“Wie Frau und Darm Freunde werden können.”

Verdauungsprobleme gehen seit jeher Hand in Hand mit dem monatlichen Zyklus. Das wird sich auch so schnell nicht ändern. Etwas mehr als die Hälfte der Frauen sind davon betroffen und wahrscheinlich ist es schon erleichternd zu wissen, dass diese Vorgänge im Körper völlig normal sind und keinen Krankheitswert haben.

Die Verstopfung wird sich kurz vor der Menstruation legen, und auch der Durchfall wird sich nach der Monatsblutung wieder einstellen.

Was kann man unterstützend tun? 

Du kannst zB. den Ballaststoffgehalt deiner Ernährung zu Beginn des Zyklus erhöhen. Manchmal hilft es auch, sich die nötige Zeit auf dem stillen Örtchen zu nehmen. Wenn es zu Durchfall oder Verdauungsaufruhr kommt, können Hausmittel wie geriebener Apfel oder Flohsamen helfen.
Und wenn mal ein Lüftchen entweicht, auch wenn bisher nur wenige Frauen darüber sprechen, gehören Verdauungsprobleme während des Zyklus zum ganz normalen Alltag.

04 | Haut

Unsere Haut ist mit 10kg unser schwerstes Organ. Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen.

  • Die Oberhaut (Epidermis) dient als Säure Schutzmantel, ist Abwehrorgan und bewahrt uns vor Austrocknung.
  • Die Lederhaut (Corium) reguliert die Temperatur, vermittelt Berührung und dient als Schutz vor Druck, Juckreiz, Druck und Kälte.
  • Die Unterhaut (Subcutis) dient der Schweißproduktion, der Temperaturregelung, der Ausscheidung und dem Kälteschutz.

Gesunde Haut und strahlender Teint sind uns wichtig.
Der Volksmund aber weiß: Wahre Schönheit kommt von innen! So ist es auch aus Sicht der TCM.

 

 

Die Haut aus Sicht der TCM

Was wir essen und wie wir uns fühlen hat großen Einfluss auf unsere Haut. Die Haut ist Hauptsitz der Abwehrenergie (Wei Qi). Herrscht Ungleichgewicht im Körper, entstehen Krankheiten. Dieses Ungleichgewicht kann durch äußere oder innere Faktoren ausgelöst werden. Wenn die TCM von Milz, Herz oder Lunge spricht kann das nicht direkt mit dem westlichen schulmedizinischen Begriff dieser Organe gleichgesetzt werden. Im Folgenden findest du Beispiele für Erkrankungen und äußere wie innere Einfüsse. Diese können einzeln auftreten, sind aber meistens kombiniert.

 

Aussere Faktoren

Wind (Yang) 

  • schneller Beginn, starker Juckreiz, wechselhafter Ausschlag, besonders in der oberen Körperhälfte, Neurodermitis, Juckreiz, Urticaria, Psoriasis

Kälte (Yin) 

  • Stauung von Qi und Blut, geschwollene Haut, Steifheit, begrenzte Schmerzregion, Frostbeulen, Psoriasis, Vitiligo, Fluor Vaginalis

Hitze/ Sommerhitze (Yang) 

  • Hitze führt zu Austrocknung und Qi Verlust. Typisch ist das schnelle Auftreten von Pusteln, Ekzemen, atopischer Dermatitis, Rosazea, Sonnenbrand, Erysipel, Herpes zoster, Akne, Psoriasis

Feuchtigkeit und Hitze (Yin) 

  • häufig ein wiederkehrender schleppender Verlauf, Schwellungen, Schweregefühl, Abszesse, chronische Ekzeme und nässende offene Hautstellen (Ulzera)

Trockenheit ( Yang) 

  • zeichnet sich aus durch Schuppen, Juckreiz und Chronizität, chronische Neurodermitis, Haarausfall, Keratosen, gestörtes Nagelwachstum

 

Innere Faktoren – Gefühle stehen in Verbindung mit Organen

Zorn/Ärger/Wut (Yang) 

  • verletzen die Leber aus Sicht der TCM und das bringt folgende Hauterkrankungen, atopische Dermatitis, seborrhoisches Ekzem, Herpes, brüchige Nägel, Juckzeit, Nesselausschlag (Urticaria), Vitiligo

Übermäßige Freude (Yang) 

  • schwächt das Herz und kann folgende Erkrankungen hervorrufen: Akne, akutes Ekzem, Herpes, übermäßiges Schwitzen, Rosazea, Urticaria

Schock (Yin) 

  • schwächte Niere und Herz und kann sich so auf die Haut auswirken: Kreisrunder Haarausfall, chronisch venöse Ulzera

Grübeln/Nachdenken (Yin)

  • schwächt die Milz und kann folgende Hauterkrankungen begünstigen offene Stellen im Mund, nässende Ausschläge, Ekzeme, Ekzem hinter dem Ohr und um das Genital, Fußpilz, Ausschlag um den Mund (periorale Dermatitis)

Sorgen (Yin) 

  • verletzen Lungen und Milz System und begünstigen Akne, Dermatitis, Haarausfall, übermäßiges Schwitzen, Schuppen, Nesselausschlag (Urticaria)

Trauer/Weinen (Yin) 

  • verletzen das Lungen und Herzsystem und können dieses Hautkrankheiten begünstigen Akne, offene Stellen im Mund (Aphthen), atopische Dermatitis, Ekzem, Nesselausschlag (Urticria)

Angst/Furcht (Yin) 

  • schwäche Nieren und Lungensystem und können folgende Erkrankung hervorrufen: vorzeitige Hautalterung, atopische Dermatitis, Ekzeme in den Ohren, frühzeitiges Ergrauen, Fluor vaginalis, Frostbeulen, Haarausfall, Psoirasis Schub

Die Ernährung ist aus Sicht der TCM eine Form der täglich Medizin und aus unserer Sicht ein guter Startpunkt für deine Reise zu deiner Gesundheit.

Die TCM Therapie basiert auf 5 Säulen

  • Akupunktur
  • Kräutertherapie
  • Ernährung
  • Bewegung (Tai Qi, Qi Gong)
  • Massage (Tuina, Akupressur)

05 | Sexualität

“Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.”

Oscar Wilde

Unsere Sexualität wird durch biologische Grundlagen, soziales Umfeld und Selbstverständnis geprägt. Je nachdem in welchem Land, in welcher Kultur und in welcher Familie wir geboren wurden, empfinden wir unterschiedlich was möglich und erlebbar ist. 

Zu dieses Grundlagen zählen:

  • Unsere Geschlechtsidentität: fühl ich mich als Mann, Frau oder sehe ich mich irgendwo dazwischen
  • Die Geschlechtsrolle, die geprägt ist vom sozialen und gesellschaftlichen Verständnis. 
  • Unsere Bindungsfähigkeit, unser Sicherheitsgefühl, unsere Fähigkeit zu vertrauen.
  • Gehirn, Gene, Keimdrüsen und Hormone, Genitalien, die unser Erscheinungsbild formen.

Das Universum Sexualität selbst besteht aus 3 Dimensionen

  • Die Lustdimension – also die sexuelle Begegnung aufgrund von Anziehung und Lust.
  • Die Fortpflanzungsdimension – unerfüllter oder erfüllter Kinderwunsch, der so oder anders die Beziehung verändert.
  • Die Beziehungsdimension – Sexualität als Körpersprache, die auf ihre Art Nähe und Tiefe schafft.

In jeder Dimension können Schwierigkeiten und unerwartete Herausforderungen auftreten.

06 | Kinderwunsch

Wir leben mit dem Selbstverständnis, dass ein Kind zu zeugen wohl das Einfachste ist. Haben wir doch zuvor jahrelang daran gearbeitet genau diese Zeugung zu verhindern.
Hat sich ein Paar dann entschlossen ein Kind(er) zu bekommen, ist die Verblüffung oft groß, wenn sich ihr Wunsch nicht binnen weniger Monate erfüllt.

Dauert diese Phase länger folgen unterschiedliche Reaktionen: Die einen begeben sich auf Ursachen Suche. Wandern von Arzt zu Ärztin um herauszufinden, wer oder was denn das Problem sein könnte. Andere, reagieren emotional, sind traurig, wütend oder empfinden ihr Schicksal als schlichtweg ungerecht.

 

Gute Ratschläge erhöhen den Druck

Mach doch mal Urlaub“, “Du musst deinen Wunsch einfach loslassen”, “sei einfach locker, dann geschieht es ganz von selbst.”

Solche und ähnliche gut gemeinte Empfehlungen erhöhen oft den Druck auf das Paar, speziell auf die Frau. Viele haben Schuldgefühle, haben das Gefühl nicht zu genügen, etwas falsch zu machen.

Fruchtbare Tage als Stressfaktor und Beziehungsprobe

Viele Frauen laden sich noch bevor sie mit ihrer Gynäkologin gesprochen haben eine Fruchtbarkeits-App auf den Kalender. Der Druck es JETZT tun zu müssen wirkt sich schnell erheblich auf Lust und Beziehung aus. Wenn die Scheide nicht richtig flutscht und der Penis nicht richtig steif wird, ist der errechnete Tag der maximalen Fruchtbarkeit auch schon wieder vorbei. Ein mechanischer Vorgang statt einem lustvollen Miteinander bringt aber oft nicht das gewünschte Ergebnis und kann zur großen Belastung für die Beziehung werden.

Einfluss von Kaffe, Zigaretten, Alkohol auf die Fruchtbarkeit

  • Täglicher Koffeinkonsum unter 350ml ist OK (in 100 ml Filter Kaffee sind ca. 55 mg Koffein enthalten) und scheint die Fruchtbarkeit nicht negativ zu beeinflussen. 
  • Regelmäßiger Konsum von Nikotin verschlechtert die Fruchtbarkeit der Frau und die Qualität der Spermien des Mannes erheblich. 
  • Gelegentlicher Alkoholkonsum von unter 20g Alkohol (entspricht etwa 0,5L Bier oder 0,25L Wein) schränkt die Fruchtbarkeit wahrscheinlich nur wenig ein. Grundsätzlich wird eine Abstinenz zum Zeitpunkt der Empfängnis und während der Schwangerschaft aber empfohlen.
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