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14. Juli 2026Schlaf

Schlafstörungen in den Wechseljahren — und was nachts wirklich passiert

Frau sitzt nachts wach im Bett bei warmem NachttischlichtKI-generiert

„Ich schlafe ein, aber wache um drei Uhr auf und finde nicht mehr zurück in den Schlaf“ — dieser Satz fällt in der Perimenopause auffällig oft. Der sinkende Progesteronspiegel spielt dabei eine zentrale Rolle: Progesteron wirkt beruhigend auf das Nervensystem, und wenn es abnimmt, wird der Schlaf insgesamt leichter und störanfälliger.

Ein weiterer, oft übersehener Faktor: nächtliche Schwankungen im Blutzucker. Fällt der Glukosespiegel in der Nacht deutlich ab, schüttet der Körper Gegenregulationshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, um den Wert wieder anzuheben — und genau dieser Hormonschub kann zum Aufwachen führen, oft begleitet von einem kurzen Hitzegefühl oder Herzklopfen, das leicht mit einer klassischen Hitzewallung verwechselt wird.

Im Sensorverlauf lässt sich das sichtbar machen: Fällt der Wert in den Stunden vor dem nächtlichen Aufwachen ab? Spielt das Abendessen eine Rolle — etwa ein später, kohlenhydratreicher Snack, der zunächst den Blutzucker hebt und ihn Stunden später umso tiefer fallen lässt? Oder Alkohol am Abend, der die Leber davon abhält, in der Nacht ausreichend Zucker nachzuliefern?

Guter Schlaf hat viele Stellschrauben, und Blutzucker ist nur eine davon — Raumtemperatur, Bildschirmzeit und Stress gehören ebenso dazu. Aber gerade weil sich diese eine Stellschraube objektiv messen lässt, lohnt sich der Blick darauf, bevor man sich mit „das ist eben so in den Wechseljahren“ zufriedengibt.