Tut gar nicht weh! Sensor setzen – alles, was du wissen musst
Wer seinen Blutzucker kontinuierlich im Blick behalten möchte, kommt an einem kleinen Sensor nicht vorbei. In der Ordination wird dieser für dich gesetzt, damit du medizinisch abgesichert bist und von Anfang an ein gutes Onboarding bekommst. Zum Einsatz kommen zwei etablierte Systeme: der Dexcom G7 und der Freestyle Libre 3. Beide sind zertifizierte Medizinprodukte mit verlässlicher Messgenauigkeit, unterscheiden sich aber in Details – der Dexcom lässt sich etwa mit Apple Health und der Apple Watch koppeln und hält bis zu zehn Tage, während der Libre 3 ausschließlich am Oberarm getragen wird, dafür aber bis zu vierzehn Tage durchhält und etwas unauffälliger ausfällt.
Dass der Sensor professionell gesetzt wird, hat einen guten Grund: Jede Haut reagiert anders, und nicht jedes Smartphone lässt sich gleich einfach einrichten. Durch die Begleitung vor Ort ist sichergestellt, dass das Gerät optimal auf die jeweilige Person eingestellt ist und bei unerwarteten Hautreaktionen sofort jemand zur Stelle ist. Genau diese Sorge – dass das Einsetzen schmerzhaft sein könnte – erweist sich in der Praxis als unbegründet: Die meisten Menschen empfinden den Vorgang als schmerzfrei, allenfalls ist ein kurzer Druck oder ein kaum spürbarer Stich wahrzunehmen.
Auch im Alltag sind die Sensoren robust: Beide sind wasserdicht und können beim Duschen, Schwimmen oder sogar im Meer getragen werden, wobei der Dexcom G7 etwas tiefer und länger standhält als der Libre 3. In der Sauna ist dagegen Vorsicht geboten, da hohe Temperaturen über 40 Grad die Haltbarkeit des Sensors beeinträchtigen können. Fällt der Sensor vor Ablauf der Tragedauer doch einmal ab, gibt es unkompliziert einen Ersatz – zusätzliche Pflaster können helfen, ihn insbesondere in den ersten 24 Stunden besser zu fixieren.
Technisch messen beide Systeme nicht den Blutzucker direkt, sondern den Zuckergehalt im Gewebe, weshalb kleine Abweichungen zur klassischen Blutmessung normal sind. Dexcom G7 misst alle fünf Minuten und überträgt die Werte automatisch, der Libre 3 sogar minütlich, ganz ohne manuelles Scannen. Per Bluetooth kommunizieren die Sensoren über rund sechs Meter mit dem Smartphone und speichern die Daten auch bei Verbindungsverlust zwischen acht und vierundzwanzig Stunden zwischen. Studien zum kontinuierlichen Glukosemonitoring legen zudem nahe, dass eine bessere Blutzuckerkontrolle und niedrigere Langzeitwerte möglich sind – ein Nutzen, der über die reine Bequemlichkeit hinausgeht.